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Positionen und Grundsätze 

für den Bayerischen Jagdverband als Dachorganisation der Jägerinnen und Jäger 



Das jagdliche Kulturgut, die waidgerechte und damit  Ausübung der Jagd, die Einbindung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse rund um alle wildlebenden Arten in unserer Heimat, die Wissensvermittlung in alle Bereiche der Gesellschaft und damit die Festigung eines positiven Bildes des jagdlichen Tuns muss Richtschnur und Antrieb unseres Handels sein. Dafür steht ein moderner und dienstleistungsorientierter BJV der Zukunft. 

  • Respekt vor unseren heimischen Wildarten
  • Akzeptanz für Wild und Jagd steigern
  • Position zur Novelle des Bundesjagdgesetzes
  • Das Präsidium der Kreisgruppen
  • Die Jugend ist unsere Zukunft
  • Schaffung und Pflege eine Kompetenz-Katasters
  • Partnerschaftliche Zusammenarbeit auch bei Eigenständigkeit des BJV
  • Schulterschluss mit den Grundeigentümern 
  • Wissenschaftlich fundiertes und jagdpolitisch geerdetes Fachwissen. 
  • Pflege der Jagdkultur
  • Schlanke und moderne Verbandsstruktur
  • Keine zweite Geschäftsstelle in Nordbayern
  • Wertekompass Transparent und nachvollziehbar
  • Wildland Stiftung Bayern
  • BJV digital 

Der Bayerische Jagdverband erfüllt dabei eine vermittelnde Rolle zwischen den Bedürfnissen des Wildes, den Anliegen der Jagd, den berechtigten Interessen des Grundeigentums und den sich stets wandelnden Stimmungen der Gesellschaft. 

Als professioneller Partner von Grund und Boden, des Naturschutzes, der Politik und der Verbraucher prägt der BJV Meinungsbilder, gestaltet Lebensräume und übernimmt Verantwortung. 

Klimawandel, Veränderung der Lebensräume und derer Nutzung und der Verlust von Artenvielfalt verpflichtet den BJV zu einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Arbeit zum Wohl von Wild, Wald und Natur in Bayern. 

Ich stelle mich der aktuellen gesellschaftspolitischen Diskussion“ Ganz im Sinne des Grundsatzes: Tue recht und scheue niemanden.


 

Im Detail bedeutet das:

Respekt vor unseren heimischen Wildarten

Nicht umsonst habe ich mir auf die Fahnen geschrieben, "Anwalt des Wildes" zu sein. Deshalb wird dies der Kompass für unser Tun im Verband sein. Wir wollen künftig vermehrt auf Missstände aufmerksam machen und Änderungen konsequent einfordern. Dazu gehört für uns auch, dass wir (als BJV) die Wertschätzung für das Wild durch Infokampagnen und Veranstaltungen steigern. Ich möchte die Umweltbildung stärken, damit auch hier der Respekt vor unserem Wild nachhaltig gestärkt wird. Denn wir wollen nicht, dass Wild zu einem Schädling verkommt. Die Schutzverpflichtung gegenüber den Wildtieren als Geschöpfe Gottes und ihren artgerechten Lebensanspruch in der vielseitig genutzten Kulturlandschaft in Bayern darf niemals aufgegeben werden. 

Das ist nicht nur gesetzlich vorgeschrieben sondern unser ethischer Auftrag. Der Respekt vor unserem Wild darf nicht verloren gehen.

 

Akzeptanz für Wild und Jagd steigern

Als Präsident werde ich mit gezielten Maßnahmen die Akzeptanz für Wild und Jagd steigern. Mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit sorgen wir für mehr Verständnis auch in der breiten Öffentlichkeit. Für diese möchten wir die bayerischen Reviere öffnen und allen Interessierten Zutritt gewähren. Über die mediale Berichterstattung in Print, Radio und TV werden wir die Sicht der Jäger emotionaler nach außen tragen. Ich will unsere Mitglieder hierfür sensibilisieren und so die Außenwirkung und das Ansehen der Jagd stärken. Jede Jägerin, jeder Jäger prägt das Bild der Jagd - an jedem Tag.   

 

 



 Position zur Novelle des Bundesjagdgesetzes

Die freilebende Tierwelt ist wesentlicher Bestandteil der heimischen Natur. Sie ist als Teil des natürlichen Wirkungsgefüges in Ihrer Vielfalt zu bewahren. Dieser Grundsatz muss aus Sicht der führenden jagdlichen Verbände in Deutschland dringend in das neue Bundesjagdgesetz aufgenommen werden. Im derzeit vorliegenden Referentenentwurf werden die wildlebenden Tierarten viel zu wenig berücksichtigt. Der Schwerpunkt liegt ausschließlich auf der Situation der Waldbestände. Es wird aber nicht das Waldgesetz novelliert, sondern das Jagdgesetz. Da muss auch den Wildtieren ein hoher Stellenwert eingeräumt werden.

Das Präsidium der Kreisgruppen

Ich stehe für ein „Präsidium der Kreisgruppen“. Keine unnötigen Strukturen, sondern direkte und konkrete Unterstützung vor Ort für unsere Mitgliedsvereine und deren Mitglieder. Um die Anliegen aller besser verstehen zu können werde ich, sollte ich gewählt werden, im ersten Jahr alle Kreisgruppen, die mich einladen besuchen und mir die Anliegen vor Ort anhören und zur Lösung mit in den BJV nehmen.“                 

Die Jugend ist unsere Zukunft

In der Jagd, wie im richtigen Leben ist die Jugend unsere Zukunft. Deshalb will ich, dass die „Jungen Jäger“ in das Präsidium kooptiert werden. Damit besteht die Möglichkeit, Ideen einzubringen und natürlich im Umkehrschluss auch Themen aus dem Präsidium direkt an die „Jungen Jäger“ weitergeben.

Schaffung und Pflege eine Kompetenz-Katasters

Experten für die vielfältigen Themen des Bayerischen Jagdverbandes finden wir unter unseren Mitgliedern. Dieses Wissen und die Expertise der Jägerinnen und Jäger soll vermehrt in die Verbandsarbeit einbinden und zugänglich gemacht werden. Diesen Prozess habe ich im BJV bereits angestoßen. So können in den Kreisgruppen oder für Veranstaltungen in verschiedenen Regionen leichter Referenten und Experten gefunden werden.

 Partnerschaftliche Zusammenarbeit auch bei Eigenständigkeit des BJV

Im Team sind wir stark! Deshalb werde ich Zusammenarbeit fördern. Und zwar nicht nur in einem engagierten Präsidium, sondern auch in der Arbeit mit Schnittstellenpartnern. Wir als eigenständiger Verband unsere Kreisgruppen unterstützen und vertreten. Wir wollen aber auch die Zusammenarbeit mit den anderen Landesjagdverbänden und dem Deutschen Jagdverband stärken.

BJV macht sich stark für engen Schulterschluss mit den Grundeigentümern 

Mir liegt sehr daran Landwirtschaft und Grundeigentum verstärkt mit ins Boot zu holen. „Waldbauern, Landwirte, Grundbesitzer und wir Jäger haben alle eines gemeinsam: Wir nutzen unsere Kulturlandschaft nachhaltig und kümmern uns um die Lebensgemeinschaften in Wald und Feld. Diese gleichen Interessen werden wir zusammenführen und Schnittmengen finden, die unsere Gemeinsamkeiten herausstellen und nicht unsere Unterschiede.“ Deshalb werden die ersten Gespräche nach der Wahl mit den Vertretern der nachhaltigen Nutzer stattfinden, um unser Gemeinsamkeiten herauszustellen. 

Wissenschaftlich fundiertes und jagdpolitisch geerdetes Fachwissen. 

Wir werden im Präsidium dafür verantwortlich zeichnen, dass die Jäger noch mehr fachliche Informationsmöglichkeiten bekommen. So wollen wir künftig  in regelmäßigen Fachsymposien zu jagdlichen Themen informieren, z.B. zur ASP, zum Wolf oder zum Vegetationsgutachten. Wichtig ist uns dabei, dass solche Veranstaltungen künftig in allen Regionen Bayerns stattfinden, um so die Teilnahme zu erleichtern. Wir wollen künftig den Schulterschluss zwischen BJV und Wissenschaft weiter fördern. Dies wird in Form von Gesprächen und Projekten, aber auch durch die Vergabe von Themen zu Master- und Bachelor-Arbeiten geschehen.

Pflege der Jagdkultur

Unsere Traditionen, unsere Jagdkultur und natürlich die jagdliche Ethik sind für uns die Grundpfeiler des BJV. Deshalb will ich an ihnen festhalten und sie wieder mehr in den Fokus rücken. Denn Kultur schafft Werte und gibt Halt. Kultur macht (also) die Jagd zu einem Stück Heimat. Deshalb hat die Förderung der Jagdkultur künftig eine hohe Priorität. Der Jagdkulturatlas Bayern, das Deutsche  Jagd- und Fischereimuseum in München und die Anerkennung der Jagd als UNESCO Weltkulturerbe zeigen das deutlich.

Ich will schlanke und moderne Verbandsstrukturen

Die Verbandsführung des Bayerischen Jagdverbands soll künftig nicht mehr auf eine Person fokussiert sein. Ich setze auf flache Entscheidungsstrukturen und die Stärkung der Verantwortung der Hauptamtlichen durch eine effektive Personalführung. Generell wollen wir künftig die Ressourcen und zeitgemäße Möglichkeiten besser nutzen, das heißt ganz gezielt die Verbandsarbeit digitalisieren und modernisieren.

Zweite Geschäftsstelle in Nordbayern: 

Stärkung der Präsenz vor Ort – unbedingt JA, Schaffung neuer Strukturen, eventuell von Doppelstrukturen –NEIN. 

Ich stehen für eine verstärkte personelle Unterstützung der Kreisgruppen, Vereine und Mitglieder auf der Fläche durch geschultes Fachpersonal zu allen Themen, die für die Ausübung der Jagd und das Wohl des Wildes wichtig sind. Moderne Arbeitsmethoden, digitaler Austausch, kreative Arbeitszeitmodelle und Homeoffice machen sehr viel möglich. 

Wertekompass Transparent und nachvollziehbar

Für die Arbeit im Präsidium habe ich mir Gedanken zu unserem Wertekompass gemacht, der weiterhin unser Handeln bestimmen wird. Wir werden ehrlich bleiben, auch wenn es nicht immer opportun ist. Ich werde die Positionierung zu überregionalen Themen mit der Basis abstimmen, sodass ich ein Meinungsbild der bayerischen Jägerinnen und Jäger habe. Nach der abgeschlossenen Meinungsfindung im BJV intern, werde ich unsere Standpunkte verteidigen und nach außen vertreten. Auf eines können sich unsere Jägerinnen und Jäger verlassen: Freundlichkeit und Verbindlichkeit im Umgang, Standfestigkeit bei den Positionen und immer das Ziel vor Augen: Für Wild, Jagd und Natur in Bayern!

Wildland Stiftung Bayern

Der BJV ist anerkannter Naturschutzverband, dies soll künftig deutlicher nach außen kommuniziert werden. Dazu will ich den Verband noch stärker mit der Wildland Stiftung Bayern vernetzen. Gerade im Bereich der Umweltbildung können wir hier unsere Stärken ausbauen

BJV digital

Auch im Mitglieder - Service ergeben sich zunehmend Möglichkeiten, die Digitalisierung voran zu treiben und das Angebot mitgliederorientiert auszubauen. BJV digital ist dazu ein wichtiger Baustein, den wir weiter ausbauen und besser nutzen wollen. Dieser bietet von der digitalen Streckenliste bis zur Schwarzwildbejagung einen echten Mehrwert für unsere Mitglieder. Die Wichtigkeit liegt für uns auf der Hand. Ein zeitgemäßer Jagdverband braucht moderne Technik und Kompetenz im Bereich Natur.