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Euer BJV von morgen 


Wir wollen keinen kompletten Bruch mit dem Erreichten, 

sondern einen Aufbruch zu neuen Zielen.



Viele Initiativen in unserem Verband führten zu guten Erfolgen. Darauf können alle, die bislang beteiligt waren, stolz sein. Dennoch bedarf es eines Umbaus. 


 


Seit mehr als zwei Jahren liegen Konzepte aus der Grundsatzkommission und Ideen vor, die durch die Mitgliederversammlung unterstützt wurden, aber bislang noch nicht den Stellenwert erhielten, den sie verdienen. Ergänzend hat der Lenkungsausschuss seit Schrobenhausen viel auf den Weg gebracht.

Deshalb brauchen wir keinen Aktionismus, niemanden der uns vor den Fehlern der Vergangenheit bewahrt. Wir brauchen den kritischen Blick auf uns, unsere Organisation und auf die gestellten Aufgaben. 

Und wir brauchen die Fähigkeit, aus den Erfahrungen der Vergangenheit zu lernen, anzupacken und nach vorne zu schauen.

Seit dem „Schrobenhausener Beschluss“ haben wir das getan. In vier Monaten ist viel geschehen. Die Verbandsziele, Umsetzungsprozesse und Ideen, sowie unsere Absichten und Ziele in der inneren Organisation finden Sie im Folgenden. 

Dabei ist uns wichtig,...

... dass alle mitgestalten und Verantwortung übernehmen können.

 ... dass die großartige Expertise vieler bayerischer Jägerinnen und Jäger vor Ort aber auch bayernweit sichtbar wird und damit ein gesellschaftliches Abbild der Jagd in ganz Bayern entsteht und erhalten bleibt.

... dass Präsidium, Geschäftsstelle, die Landesjagdschulen und alles Servicestrukturen ihre Dienstleistung zum Wohle der Arbeit den Kreisgruppen einsetzen.

... dass die Ressourcen und Mittel, dazu gehören insbesondere auch ihre Beiträge, sachgerecht und sparsam verwendet werden.

Verbandsziele, Absichten und Ziele:


 BJV Geschäftsstelle

Der BJV hat mit seinen Mitarbeitern in Feldkirchen, Wunsiedel, Mauth und Ammerdingen, mit den Mitarbeitern der Wildland-Stiftung und der Landesjagdschule ausgezeichnetes Fachpersonal. Diese wertvolle Ressource wird in enger Rückkoppelung mit allen Mitarbeitern weiter entwickelt und zum Wohl der Mitglieder eingesetzt. Personalworkshops und Mitarbeitergespräche sind dazu schon umgesetzt. Die Wertschätzung für unsere Mitarbeiter ist mir besonders wichtig.


Öffentlichkeitsarbeit 

Die Ideen hier sind nicht abschließend und natürlich werden keine Konzepte, die zur Tages- und Standardaufgabe eines Verbandes gehören, vorgestellt. 

Fortsetzung der regelmäßigen Berichterstattung über alle verbandsinternen, strukturellen, jagdpolitischen und jagdfachlichen Themen, voraussichtlich bevorzugt am Freitag jeder Woche an die Adresse der Kreisgruppenvorsitzenden und alle Interessierten (auf Wunsch)  

  • Die Themenfelder werden zusätzlich auf der Homepage des Bayerischen Jagdverbands anschließend sichtbar gemacht. 

 


  


Dezentrale Durchführung von Fortbildungen und Themenveranstaltungen in Bayern unter Einbindung der vor Ort verantwortlichen Kreisgruppen.  

  • Mit dezentralen Veranstaltungen werden durch die wechselnde, anteilige Verkürzung der Reisewege aller Teilnehmer neue Netzwerke gebildet und der Bayerische Jagdverband anders wahrgenommen


 

Überarbeitung, ggfs. Neugestaltung der „Jagd in Bayern“ als Mitglieder-Zeitung unter Einbeziehung Ihres Votums

  • im Spannungsbogen zwischen Fachzeitschrift mit Bildungsauftrag, Verbandsinformationen und Darstellung der Verbandsaktivitäten
  • Ermittlung der Kosten- und Nutzenfaktoren
  • zeitgemäße Anpassung des Layouts



Schaffung eines Kompetenzkatasters mit dem Wissen und der Expertise bayerischer Jägerinnen und Jäger

  • Mit der Anlage einer Datei soll die freiwillig bereitgestellte Expertise bayerischer Jägerinnen und Jäger in jagdlichen Themen erfasst und verwaltet werden, die als Fachreferenten bayernweit anderen Kreisgruppen zur Verfügung stehen.
  • Mit der Initiative findet sowohl ein Wissenstransfer, als auch der Meinungsaustausch sowie die bezirksübergreifende Vernetzung der Kreisgruppen statt.    
  • Langfristig wird so auch ein weiterer Impuls für die Geschlossenheit eines, nämlich unseres Verbandes gesetzt.   


 

Schnelle Beteiligung der bayerischen Jägerinnen und Jäger an der Erhebung von Stimmungsbildern und Meinungen zu aktuellen jagdlichen Themen  

  • Mit der Freitagsfrage wurde bereits begonnen. Die Ja-/Nein-Option liefert ein Signal für die Prüfung und Ausrichtung der Verbandsarbeit 

 



Ausbau der einer praxisorientierten Bildungsarbeit, insbesondere im Bereich der frühen Bildung und der Schulbildung durch Ausbildung und Förderung geeigneter Multiplikatoren  

  • Für die Bildungsarbeit ist zu prüfen, in wie weit der BJV dies nicht in Kooperation mit anderen Fachverbänden (BBV, LBV, Naturschutzverbänden, BaySF, AELF und anderen Bildungsträgern) gemeinsam durchführt.  



Entwicklung zeitgemäßer Public Relation Instrumente, die geeignet sind, das Image der Jagd und der Jägerinnen und Jäger effizient und weitreichend darzustellen.  

  • Dazu gehören Medien- und Journalistentage, die die Chance des Vor-Ort-Erlebens regional und überregional möglich machen. Hier werden kostensparend, aber mit hoher Effizienz sympathische Impulse und Bilder über Jagd für eine breite gesellschaftliche Mitte transparent gemacht.   


 


Ausbau der redaktionellen Beiträge in den Sozialen Medien -              Facebook und Instagram des Bayerischen Jagdverbands

  • Schaffung von jagdlichen Netzwerken und der Möglichkeit eines Gedankenaustausches zwischen Jägerinnen und Jäger
  • Option für „schnelle Fragen und schnelle Antworten“
  • sympathisches sichtbar machen jagdlichen Tuns auch bei Nichtjägern im Netz
  • Bildungs- und Informationsportal


Euer BJV von morgen - Strukturen und Themen 

Im BJV von morgen müssen neben den erfahrenen Mitgliedern, den Jungen Jägern ein größerer Stellenwert eingeräumt werden. Wir haben vor die Jungen Jäger im Präsidium fest einzubinden. Nicht mit einem Namen und nicht vor dem Hintergrund einer durch unterschiedliche Stimmungen geprägten Präsidiumswahl. Wir möchten die Jungen Jäger in das BJV Präsidium kooptieren. Das heißt Teilnahme an den Sitzungen, Möglichkeit Ideen einzubringen, Rederecht in den Sitzungen, aber noch kein Stimmrecht, wie die gewählten Vertreter des Präsidiums. Die Jugend ist unsere Zukunft. Wenn wir jetzt nicht darauf hören, was die Jugend für Ideen hat, müssen wir uns später nicht beschweren, wenn die Jugend nicht im BJV bleibt.



Wir müssen uns intensive Gedanken zur Wildbretvermarktung machen. Es darf nicht sein, dass unser heimisches Wildbret, eines der besten Lebensmittel, die wir in Bayern haben, teilweise zu Ramschpreisen verschleudert wird und die Vermarktung in manchen Teilen Bayerns nicht gut funktioniert. Hier muss der Bayerische Jagdverband und die BJV Service GmbH gemeinsam Lösungen anbieten, die es den Revierinhabern erleichtern ihr Wildbret zu angemessenen Preisen vermarkten zu können. Dazu braucht es Kooperationen mit dem Handwerk, Kampagnen zur Öffentlichkeitsarbeit und dezentrale Angebote zur Wildbretvermarktung. Vieles davon wartet auf die Umsetzung.


Im BJV von morgen möchten wir nicht in Infrastruktur investieren, sondern in Manpower und Service vor Ort. Wir brauchen in allen Teilen Bayerns fachkundige und professionelle Unterstützung für die Kreisgruppen und Jagdpächter. Sei es beim Vegetationsgutachten, bei der Abschussplanung, bei der ASP Prophylaxe oder bei der Wildschadensregulierung. Wir brauchen Personal, dass den Mitgliedern vor Ort zur Verfügung steht und keine weiteren Strukturen, die unnötig Ressourcen binden. Mit modernen digitalen Arbeitsplätzen, mit kreativen Arbeitsverträgen und mit Vertrauen in die Mitarbeiter  kann viel erreicht werden. Darin sehe ich die Zukunft des BJV als Dienstleister für seine Mitglieder.

 




Wir müssen den Austausch zwischen Wissenschaft und Bayerischen Jagdverband deutlich intensivieren und auch Finanzmittel für diesen Bereich zur Verfügung stellen. Nur mit fachlicher Expertise, die eng mit der fachlichen Praxis und der Erfahrung aus dem Bayerischen Jagdverband verwoben werden kann, haben wir in der Zukunft eine Chance in der immer öfter emotional geführten Diskussion um Wild, Wald und Natur. Wir sind die anerkannten, staatlich geprüften Experten. Das müssen wir stärker mit der Wissenschaft verknüpfen.




Die Frauen auf der Jagd werden einen immer größeren Stellenwert bekommen. Derzeit haben wir rund 10% Jägerinnen im Bayerischen Jagdverband, Tendenz stetig steigend. Jägerinnen jagen sicher nicht anders als Jäger, ihre Herangehensweise, ihre Schwerpunkte und ihre Kommunikation ist aber oft unterschiedlich. Das muss der Bayerisches Jagdverband der Zukunft aufnehmen und ausbauen. Strukturen dafür bestehen bereits, diese gilt es weiter zu fördern.


Der Erhalt des Respekts vor allen Wildtieren unserer Heimat muss weiter ein zentraler Baustein für den Bayerischen Jagdverband sein müssen.  Immer häufiger wird unser Wild als Störfaktor, manchmal auch als Schädling eingestuft. Dagegen werden wir Fachlichkeit, Sachlichkeit aber auch positiv sympathische Emotion setzen. Denn die Bevölkerung will unser Wild sehen, will das Wild Teil unserer Heimat ist. Es liegt an uns, uns dafür als Anwalt des Wildes einzusetzen. Mit groß angelegten PR-Kampagnen, gerne auch mit anderen Bundesländern oder dem DJV wollen wir gemeinsam für unser Wild werben. Unser Wild ist ein unverzichtbarer und wertvoller Bestandteil Bayerns.